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Arbeiten mit Holz – Diese 10 Werkzeuge brauchst Du

Arbeiten mit Holz – Diese 10 Werkzeuge brauchst Du

Holz ist ein günstiger Werkstoff mit dem Du viele Heimwerker-Projekte auf die Beine stellen kannst. Für das richtige Arbeiten mit Holz sollten diese 10 Werkzeuge bei Dir zu Hause nicht fehlen.

Egal, ob ein Regal, ein Schrank oder ein neuer Esstisch für Dein Wohnzimmer – mit Holz kannst Du Deine Wunschmöbel selber bauen. Das Material ist günstig, vielseitig und einfach zu bearbeiten, weswegen Einsteiger und erfahrene Heimwerker oft darauf zurückgreifen. Damit Dir Arbeiten mit Holz leicht von der Hand gehen, brauchst Du neben etwas handwerklichem Geschick auch das richtige Werkzeug. Mit welchen 10 Tools Du das nächste Holzprojekt hinbekommst, erfährst Du hier.

Beitel

Der Beitel ist eines der ältesten Werkzeuge in der Holzbearbeitung und gehört seit Tausenden von Jahren dazu. Das Werkzeug besteht aus einem Holz- oder Kunststoffgriff mit zwei Metallringen, damit sich der Griff beim Werkeln nicht aufspaltet. Die Klinge ist aus gehärtetem und geschliffenem Werkzeugstahl gefertigt. Mit einem sogenannten Stechbeitel kannst Du zum Beispiel flache Späne abtrennen oder mit einem Hohlbeitel eine Höhlung ausarbeiten. Am besten treibst Du dieses Tool mit einem Holzhammer an.

Ein Stechbeitel bzw. Stemmeisen im Einsatz
Ein Stechbeitel bzw. Stemmeisen im Einsatz
(Bildquelle: Pearson Scott Foresman / Public domain)

Sägen zum Arbeiten mit Holz

Sägen sind vielseitig einsetzbar. Welche Säge Du letztlich brauchst, hängt davon ab, was Du mit dem Holz anstellen möchtest. In der Regel solltest Du aber am Anfang mit einem Fuchsschwanz (mit Universalzahnung) und einer Feinsäge auskommen. Bedenke: Mit dem Universal-Fuchsschwanz trägst Du verhältnismäßig viel Material ab, weswegen Du ihn vor allem für den Zuschnitt von Holz gebrauchen kannst. Mit dem Tool kannst Du zum Beispiel Leisten und Co. auf die richtige Länge bringen. Danach schnappst Du Dir eine Feinsäge und nimmst Dir die Feinarbeiten am Holz vor. Durch das feingezahnte, dünne und rechteckig geformte Sägeblatt kannst Du damit Holzverbindungen herstellen: Schlitz-, Zapfen- und Schwalbenschwanzverbindungen sägst Du Dir so im Handumdrehen zurecht.

Ein Fuchsschwanz für Arbeiten mit Holz
Ein Fuchsschwanz für Arbeiten mit Holz
(Bildquelle: Pearson Scott Foresman / Public domain)

Raspel

Eine Raspel kommt nach dem Zuschnitt zum Einsatz. Du kannst damit Holz abtragen und das Werkstück so Stück für Stück auf die Fertigmaße bringen. Bei dem Werkzeug ragen die gehärteten Zähne aus dem Blatt heraus, sodass sie Spuren im Material hinterlassen. Deswegen solltest Du beim Arbeiten mit Holz das Feilen nicht vergessen. In der Regel reicht für Anfänger eine Holzraspel aus.

Feile

Auch eine Feile kommt nach dem Zuschnitt zum Einsatz. Im Gegensatz zu einer Raspel ist die Feile linienförmig gezahnt. Außerdem hat sie eine einseitige oder eine mehrseitige Zahnung. Wegen ihrer Beschaffenheit ist das Werkzeug für die Feinarbeit gemacht. Mit einer Feile kannst Du Holz glätten und machst alles splitterfrei. Für Anfänger sollte erst mal eine große Flachfeile (Hieb 2) ausreichen.

Hobel

Einen Hobel verwendest Du ähnlich wie Raspel oder Feile, um Holz schrittweise auf ein bestimmtes Maß zu bringen. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte. Bei Arbeiten mit Holz für Anfänger reicht für Dich zu Beginn ein Doppelhobel aus. Er ist sozusagen das Standardmodell, mit dem Du Holzflächen bearbeiten kannst. Der Doppelhobel hat eine mittlere bis feine Spanabnahme, sodass Du damit Bretter einfach abrichten und dimensionieren kannst.

Ein Hobel für Arbeiten mit Holz
(Bildquelle: Pearson Scott Foresman / Public domain)

Holzbohrer

Holzbohrer erleichtern Dir das Arbeiten mit Holz, da sie eine sogenannte Zentrierspitze haben. Es handelt sich dabei um eine feine Spitze in der Mitte des Bohrers, die es Dir leichter macht, das Loch an der richtigen Stelle zu bohren. Außerdem durchtrennen Holzbohrer das Werkstück vergleichsweise sauber, sodass Du am Ende ein Bohrloch mit einem glatten Rand bekommst. Für die meisten Anfängerprojekte aus Holz solltest Du in der Regel mit einem Set von 3 bis 10 Millimeter bei 1 Millimeter Abstufung hinkommen.

Holzhammer und Schonhammer

Ein Holzhammer besteht komplett aus Holz und ist Dir ein treuer Diener, wenn Du zum Beispiel einen Stechbeitel antreiben möchtest. Außerdem kannst Du den Hammer benutzen, um Verbindungen zusammen zu klopfen oder wieder zu lösen. Er ist aber auch eine Hilfe, um ein Hobeleisen einzustellen. Manche verwenden alternativ auch einen Schonhammer, um den Stechbeitel anzutreiben oder Verbindungen zusammen zu klopfen.

Schraubendreher zum Arbeiten mit Holz

Um Deinem Projekt aus Holz Leben einzuhauchen, wirst Du um ein paar Schrauben nicht drumherum kommen. Damit Du diese auch montieren kannst, brauchst Du einen passenden Schraubendreher. Weil für Holz gemachte Schrauben wir zum Beispiel Spax nur sehr selten Schlitzschraubenköpfe haben, wirst Du wahrscheinlich öfter zu einem Kreuzschlitz-Schraubendreher greifen. Mit dem Kreuzschlitz in Größe PZ 2 kannst Du die gängigsten Schraubenköpfe gut bearbeiten.

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Zwinge

Die Zwinge ist ein Spannwerkzeug, mit dem Du mehrere Hölzer miteinander verspannen kannst, um sie anschließend zu verleimen oder zu verschrauben. Das Werkzeug ist ein echtes Must-Have beim Holzwerken, da Du damit präziser arbeiten kannst. Durch die Zwinge passen alle Hölzer und Schrauben am Ende perfekt aufeinander oder kleben bombenfest zusammen. Eine Zwinge besteht neben einer Gleitschiene aus einem festen und einem beweglichen Spannarm. Mit dem beweglichen Arm kannst Du das Werkstück fixieren. Es gibt verschiedene Arten von Zwingen, die sich hauptsächlich im Material voneinander unterscheiden. Wenn Du Holz verleimen möchtest, solltest Du Dir dafür eine Temperguss-Schraubzwinge zur Hilfe nehmen. Zum Fixieren von mehreren Werkstücken greifst Du am besten zu einer Ganzstahlzwinge.

Mess- und Markierwerkzeug

Last but not least: Mess- und Markierwerkzeuge wie Maßband, rechter Winkel und Bleistift dürfen bei der Holzverarbeitung natürlich auch nicht fehlen. Den rechten Winkel brauchst Du zum Beispiel, um Teile des Werkstücks auszurichten und Stellen am Holz zu markieren. Mit dem idealen Bleistift gelingt Dir das auch ganz ohne Fluchen. 😉 Für einen optimalen Arbeitsflow sollte der Bleistift gut sichtbare Linien hinterlassen, nicht zu stark ins Holz drücken und sich mit wenig Aufwand wieder abschleifen lassen. Wir empfehlen Dir deswegen einen sogenannten Zimmermannsbleistift.

Ein Winkel erleichtert Dir das Arbeiten mit Holz
(Bildquelle: Pearson Scott Foresman / Public domain)

Was benutzt Du am liebsten zum Arbeiten mit Holz? Schreibe uns gern einen Kommentar und verrate uns, auf welches Werkzeug Du nicht verzichten kannst.

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