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In 5 Schritten einen Werkzeugwagen selber bauen

In 5 Schritten einen Werkzeugwagen selber bauen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ordnung in Deine Hobbywerkstatt zu bringen und Dein Werkzeug zu verstauen. Eine mobile Option mit jeder Menge Platz für Deine Tools ist zum Beispiel einen Werkzeugwagen selber bauen. Wie Du diesen Heimwerker-Traum verwirklichst, erfährst Du hier bei uns.

Der Werkzeugwagen punktet bei vielen Heimwerkern und Fachmännern durch die Übersichtlichkeit, den schnellen Zugriff auf das Werkzeug und den einfachen Transport. Damit Dein Werkstattwagen aber auch wirklich alles hat, was Dein Herz begehrt, baue ihn doch einfach selbst. So kannst Du ihn perfekt an Deine Anforderungen und Deine Ausstattung anpassen. Außerdem schonst Du mit einem DIY in der Regel Deinen Geldbeutel, da Du für einen guten Werkzeugwagen im Handel meistens einen ordentlichen Preis bezahlst. Wir zeigen Dir heute, wie Du einen einfachen Werkzeugwagen selber bauen kannst, der sich dazu noch nach Belieben erweitern oder verändern lässt.

Du brauchst: Holz, 4 stabile Rollen (2 starre, 2 drehbar gelenkte Räder), 4 Scharniere, 6 Griffe, 4 Schwerlastvollauszüge, Säge, Schleifpapier, Bohrmaschine, Vorbohrer, Schraubendreher, Holzlack, ca. 120 Schrauben (3 x 45 mm für Schubladen und 4,5 x 45 mm für Gehäuse)

Werkzeugwagen selber bauen - so könnte er aussehen
Werkzeugwagen selber bauen – So könnte das gute Stück am Ende aussehen

Werkzeugwagen selber bauen – Schritt 1: Maße und Material

Einen Werkzeugwagen selber bauen bringt einen riesen Vorteil mit sich: Du hast völlig freie Wahl bei Größe und Ausstattung. Und auch die Art der einzelnen Aufbewahrungselemente liegt ganz in Deiner Hand. Unser Werkzeugwagen hat vier Schubladen und eine Doppeltür für größeres Werkzeug oder Maschinen.

Maße der Schubladen und Schranktüren

Handelsübliche Werkstattwagen sind aus Metall, allerdings ist es beim Selberschrauben einfacher mit Holz zu werkeln. Außerdem kannst Du durch eine Holzkonstruktion später auch Änderungen an Deinem Wagen machen oder anbauen.

Grundsätzlich empfehlen wir Dir, für das Projekt nicht zu dünnes Holz zu benutzen. Je nach dem, was und wie viel Werkzeug Du hast, kann so ein Werkstattwagen im beladenem Zustand nämlich schon mal 100 bis 150 Kilo wiegen. Daher sollte das ausgewählte Material robust genug sein, um einiges auszuhalten. Für den Bau eines Werkzeugwagens eignen sich zum Beispiel neun Millimeter Siebdruckplatten für die Schubladen und 30 mm Platten oder Bretter mit Nut und Feder für das Gehäuse.

Schritt 2: Schubladen

Zuerst baust Du die Schubladen zusammen. Falls Du dafür Siebdruckplatten nimmst, musst Du alle Löcher für die Schrauben vorbohren, die in die gleiche Richtung wie die Phasen des Siebdrucks geschraubt werden. Ansonsten platzt das Holz auf, weil sie die einzelnen Schichten auseinanderdrücken. Alle Löcher für die Schrauben, die senkrecht zur Schichtung stehen, müssen nicht unbedingt vorgebohrt werden. Pro Schublade brauchst Du etwa 30 Schrauben, damit alles ordentlich fest sitzt. Danach kannst Du problemlos die Auszüge links und rechts an den Seiten der Schubladen befestigen.

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Schritt 3: Gehäuse

Nimm Dir die robuste Bodenplatte zur Hand und schraube zunächst die vier Rollen daran fest. Dafür eignen sich zwei starre und zwei drehbar gelenkte Räder, die für hohe Belastung gemacht sind. Danach überträgst Du die Abstände der Schwerlastvollauszüge an den Schubladen auf die beiden Seitenteile für das Gehäuse. Starte beim Ausmessen und Anzeichnen am besten mit der untersten Schublade und arbeite Dich nach oben vor. Packe zusätzlich immer fünf Millimeter drauf, damit die Schubladen am Ende ohne Probleme auf gehen.

Sobald alle Stellen angezeichnet sind, montierst Du die Schwerlastauszüge von innen an die beiden Seiten. Dann befestigst Du die Seitenplatten am Boden. Danach kommt die Rückwand dran und der Deckel oben drauf und schon steht das Gehäuse für Dein Werkzeugwagen. Jetzt kannst Du noch zwei schmale Kanthölzer links und rechts bündig auf den Deckels montieren. Damit hast Du später einen besseren Griff und kannst den Wagen einfacher durch Deine Werkstatt schieben. Außerdem rollt dadurch auch nichts so schnell von Deinem Werkzeugwagen runter.

Schritt 4: Türen

Natürlich kannst Du Deinen Werkstattwagen auch nur mit Schubladenfächern ausstatten. Je nachdem, was für Werkzeug Du darin aufbewahrst, ist das sehr sinnvoll. Wenn Du aber auch größeres Werkzeug oder Maschinen in Deinem Werkzeugwagen verstauen möchtest, solltest Du für den unteren Teil über Schranktüren nachdenken. Diese geben dem Ganzen mehr Stabilität und Haltbarkeit, da sich der Schwerpunkt dort im Gegensatz zu den Schubladen nicht verändert. Zum Einbau schraubst Du einfach je zwei Scharniere an die Innenseiten des Werkzeugwagens und befestigst daran die entsprechenden Türbretter.

Schritt 5: Feinschliff und Versiegelung

Zum Schluss bringst Du noch Griffe an den Schubladen und Schranktüren an. Danach schleifst Du am besten alles noch mal mit Schmirgelpapier glatt. Und dann darf etwas Holzleim oder Klarlack nicht fehlen, um den gesamten Werkstattwagen vor Flüssigkeiten oder anderen Substanzen zu schützen. Wenn Du magst, kannst Du Deinen Werkzeugwagen natürlich auch mit Farbe aufpeppen. Wie auch immer Du Dich letztendlich entscheidest, lasse Holzleim/Farbe mindestens einen Tag trocknen, bevor Du Dein Werkzeug einräumst. Dann war’s das schon! Viel Spaß beim Tüfteln und Schrauben in Deiner gut organisierten Hobbywerkstatt. 😉

Falls ein Werkzeugwagen doch nichts für Dich sein sollte, könntest Du es auch mit einer selbst gebauten Werkzeugwand versuchen.

Worauf achtest Du bei einem Werkzeugwagen? Lass es uns gern in den Kommentaren wissen! Und falls Du Dich direkt ans Werk machst, freuen wir uns natürlich auch, wenn Du Dein Ergebnis des Projekts „Werkzeugwagen selber bauen“ mit uns in den Kommentaren teilst. Wir sind gespannt!

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