Heimwerken

So vermeidest Du typische Fehler beim Heimwerken und DIY

So vermeidest Du typische Fehler beim Heimwerken und DIY

Wenn immer alles wie geplant laufen würde, wär das doch langweilig, oder nicht? Denn gerade bei Heimwerker- und DIY-Projekten machen kleinere Unvollkommenheiten doch auch oft das gewisse Etwas aus. Trotzdem gibt es einige typische Fehler, die Du am besten gar nicht erst machen solltest.

Hast Du mal Laminat verlegt und bei den letzten Quadratmetern in eine leere Kiste gegriffen? Oder war die selbst gestrichene Wohnzimmerwand fast so fleckig wie der Dalmatiner von Deinen Nachbarn? Ja, ja … die kleinen und großen Fehler beim Heimwerken und DIY können Dich schon mal in den Wahnsinn treiben. Aber auch gefährlich für Deinen Geldbeutel oder Deine Gesundheit sein. Im heutigen Artikel zeigen wir Dir, wie Du ein paar kleinere Heimwerkerfehler vermeiden kannst und in Deiner Wohnung zukünftig nichts mehr verschlimmbesserst. 😉

Streichen und Tapezieren

Zum Streichen oder Tapezieren brauchst Du kein besonderes Fachwissen oder ausgeprägtes handwerkliches Geschick. Also einfach Pinsel und Farbe in die Hand nehmen und los geht’s? – Jein. Lass uns Dir vorher noch ein paar Tipps geben, die vor allem (aber nicht nur) bei kräftigen Farben hilfreich sind.

Nie wieder ungleichmäßig gestrichene/tapezierte Wände

Auch wenn es nervig ist: Bevor du startest, solltest Du alle Stellen abkleben, an denen die Farbe nichts zu suchen hat. Das sind zum Beispiel Tür- und Fensterrahmen oder Übergänge zu Fußbodenleisten und Decken. Danach geht es ans Eingemachte. Besonders kräftige oder leuchtende Farben sind manchmal aber gar nicht so leicht aufzutragen, ohne dass es fleckig wird. Damit Du zukünftig gleichmäßige Streichergebnisse hinbekommst, empfehlen wir Dir kaltes Wasser. Dazu kippst Du einfach einen Schuss kaltes Wasser (maximal eine Tasse!) in den Farbeimer und verrührst das Ganze ausgiebig. Jetzt solltest Du die verdünnte Farbe von oben nach unten ohne Streifen an der Wand auftragen können. Und Hände weg von warmem Wasser, das verklumpt die Farbe! Wenn Du Deine Wand lieber tapezieren möchtest und dafür mehrere Packungen brauchst, achte darauf, dass die Rollen aus derselben Produktionscharge stammen. Ansonsten kann es zu minimalen, aber sichtbaren Unterschieden im Farbton der Tapete kommen.

Ist Farbe gleich Farbe?

Solange es sich um die gleiche Farbnummer vom gleichen Hersteller handelt, geht beim Streichen oder Tapezieren nichts schief, oder? Das stimmt leider nicht. Auch wenn Farbe sehr präzise angemischt wird, ist es quasi unmöglich, einen Farbton nuancengenau Tranche für Tranche herzustellen. Und was heißt das jetzt für Dich? Um das Problem von Farbabweichungen zu umgehen, kaufe mehrere Tapetenrollen oder Farbeimer nur mit der gleichen Tranchen- und Seriennummer. Außerdem ist es besser, zusätzlich auf Reserve zu planen. Das heißt also, immer einen halben Liter Farbe oder ein bis zwei Tapetenrollen mehr zu kaufen, als Du für das Zimmer berechnet hast. So hast Du auch später noch Farbe, um zum Beispiel Macken auszubessern. Ungeöffnete Tapetenrollen und Farbeimer kannst Du übrigens mit dem Kassenzettel problemlos wieder zurückbringen. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Thema, der Materialplanung.

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Materialplanung

Du hast den halben Tag Laminat im neuen Wohnzimmer verlegt und auf der Zielgeraden geht Dir das Material aus – ein ärgerliches Szenario, weil Du jetzt extra noch mal in den Baumarkt fahren musst. Außerdem ist genau das einer der häufigsten Heimwerkerfehler überhaupt. Um so etwas zu vermeiden, plane das Material am besten etwas großzügiger ein. So sparst Du Dir unnötiges Hin und Her fahren und eventuell auch das Fluchen. 😉 Ungeöffnetes Material wie Laminatkartons oder Farbeimer kannst Du nach getaner Arbeit mit dem Kassenzettel einfach wieder zurückgeben.

Arbeiten mit Holz

Holz ist ein sehr beliebtes und vielfältiges Material für DIYs. Es gibt aber auch ein paar Dinge, auf die Du achten solltest, damit das Holz keine unschönen Kratzer oder Risse bekommt.

Schleifen, Hämmern, Sägen

Achte beim Schleifen am besten darauf, immer mit der Maserung zu arbeiten. Schleifst Du gegen bzw. quer zur Maserung, kommt es meistens zu doofen Kratzern, die nur schwer wieder auszuarbeiten sind. Bevor Du Hammer und Nagel schwingst, solltest du einen sehr spitzen Nagel zuerst ein wenig stumpfen. Mag im ersten Moment vielleicht seltsam klingen, aber wenn Du mit einem spitzen Nagel ins Holz schlägst, kann es sein, dass es sich spaltet oder aufsplittert. Auch beim Sägen kannst Du auf eine Kleinigkeit achten, die eine große Wirkung hat. Konstruktionsbedingt reißen Stichsägeblätter in der Regel zum Werkzeug hin. Wenn Du also keine Ausrisse im Holz haben möchtest, solltest Du die später sichtbare Werkstückseite beim Sägen nach unten legen.

Holzfußboden verlegen

Wusstest Du, dass sich Holz unter Wärmeeinwirkung ausdehnt? Das ist eine wichtige Info für Dich und Deinen geplanten Fußboden aus Laminat oder Parkett. Es ist gar nicht nötig, dass Du die Bretter auf den Millimeter genau zurechtschneidest und Dir dadurch unnötig Friemelarbeit machst. Holz, das an beiden Enden des Raums bis zur Wand reicht, bildet nach einigen Wochen unschöne Wellen, weil es keinen Spielraum zum Ausdehnen hat. Daher ist es wichtig, dass Du ca. 10 bis 20 mm Luft zur Wand lässt. So haben Laminat oder Parkett nach der Montage ausreichend Platz, falls es mal heißer wird. Die kleinen Lücken schließt Du optisch einfach mit Sockelleisten.

Tipp: Manchmal stehst Du bis zur finalen Entscheidung gefühlt stundenlang im Baumarkt. Trotzdem solltest Du nicht sofort drauf loslegen, wenn Du mit dem neuen Holzfußboden wieder zu Hause bist. Auch wenn es Dich schon in den Fingern juckt und Du anpacken willst, lasse die Bretter mindestens zwei Tage in dem zu verlegenden Raum liegen. So haben sie Zeit sich zu akklimatisieren und sich entsprechend der Raumtemperatur auszudehnen oder zusammenzuziehen.

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Arbeiten mit der Bohrmaschine

Du hast einen Satz Bohrer und eine Bohrmaschine, also kann es losgehen? Nicht so schnell … Vor allem, wenn Du mit Holz arbeitest, solltest Du besser vorbohren. Bei sehr dünnem Holz wie beispielsweise Dachlatten springt das Material oft auf, wenn Du eine Schraube ohne Vorbohren ins Holz bohrst. Möchtest Du so etwas vermeiden, solltest Du die Löcher mit einem Bohrer vorbohren, der zur Holzart und zum Gewindedurchmesser der Schraube passt. Das gilt aber nicht nur für Werkstücke aus Holz. Auch wenn Du mit Stein oder Metall arbeitest, kann es sinnvoll sein, vorzubohren. Besonders in harten Materialien werden Werkzeug und Baumaterial schnell überbelastet, wenn Du ein großes Loch bohrst. Dadurch besteht das Risiko, dass die Bohrmaschine im Laufe der Zeit kaputt geht. Um sie zu schonen, bohre daher jede Bohrung vor, die größer als 5 mm werden soll. Dazu startest Du einfach mit einem kleineren Bohrer und arbeitest Dich dann bis zur gewünschten Größe vor. Aber keine Angst, in den meisten haushaltsüblichen Fällen reicht einmal vorbohren aus.

Zeit und Genauigkeit

Egal, ob Du ein leidenschaftlicher Heimwerker bist oder Heimwerken für Dich nur eine finanzielle Notwendigkeit ist. In beiden Fällen ist es wichtig, dass Du Dir für die Arbeiten ausreichend Zeit nimmst und geduldig bist. Wir wissen, dass das manchmal leichter gesagt als getan ist. Aber wenn Du zum Beispiel die Trocknungszeit von Leim nach dem Tapezieren eher freigeistig auslegst und kurz danach mit dem Streichen beginnst, reißt Du die Tapete immer wieder runter, sobald Du mit der Farbrolle darüber gehst. Das nervt gewaltig und gibt am Ende unschöne und unebene Stellen an der Wand. Es muss nicht immer alles perfekt sein – gerade das verleiht Deinem DIY-Projekt einen ganz individuellen Touch und extra Charme. Und auch, wenn kein Chef und keine Vorgabe der Welt bestimmen, was und wie Du es zu tun hast, gehe die ganze Sache am Ende trotzdem nicht zu locker an. Bei Arbeiten wie beispielsweise Tapezieren, Streichen oder Verputzen gibt es Gepflogenheiten, die Du ganz in Deinem eigenen Interesse einhalten solltest. So macht das Arbeiten mehr Spaß, geht Dir leichter von der Hand und das Ergebnis ist am Ende meistens auch ein besseres 😉

In welche Fettnäpfchen bist Du schon beim Heimwerken und DIY getreten? Hast Du vielleicht eine kleine und lustige Geschichte, die Du mit uns teilen möchtest? Schreib uns gern einen Kommentar dazu.

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