Heimwerken

In 8 Schritten zu Deiner eigenen Hobbywerkstatt

Bildquelle: Pixabay

Du träumst schon länger von Deiner eigenen kleinen Heimwerkstatt, um Deine Bastel- und Werkleidenschaft noch besser ausleben zu können? Dann nichts wie los, denn einen eigenen Werkraum einzurichten, ist gar nicht so schwer wie Du vielleicht denkst. Und auch als Mieter ist der Traum von einer Hobbywerkstatt nicht unrealistisch.

Im Haushalt fällt mal wieder eine Reparatur an. Oder Du möchtest Deiner Kreativität einfach freien Lauf lassen und in Ruhe Deinem Hobby nachgehen – Hämmern, Sägen, Bohren, Schrauben und Werkeln ist Deine Leidenschaft. Dein eigener kleiner Rückzugsort – das wär’s. Aber irgendwas hat Dich dann doch an der Umsetzung gehindert. Dabei ist es gar nicht so schwer, diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Wir zeigen Dir, wie Du in nur 8 Schritten Deine eigene Hobbywerkstatt einrichtest. Wir geben Dir Tipps zur Sicherheit und wie Du Stress mit den Nachbarn vermeidest.

Schritt 1: Räumlichkeiten

Die Grundvoraussetzung für Deine eigene Heimwerkstatt ist der zur Verfügung stehende Platz, denn Du brauchst ausreichend Bewegungsfreiheit. Möchtest Du nur kleinere Reparaturen am Haus selbst erledigen oder an Deinem Rad rumschrauben, reicht ein abgetrennter Bereich im Keller vollkommen aus. Für umfangreichere Renovierungsarbeiten oder Basteleien mit Holz solltest Du Dir einen eigenen Raum suchen, um genug Platz für Material und Maschinen zu haben. Das kann ein ungenutzter Raum im Keller sein, genauso wie Garage, Dachboden oder Gartenhäuschen. Sogar ein Zimmer innerhalb der Wohnung eignet sich dafür, wenn Du unsere Tipps zum Lärmschutz beachtest. Egal wo Du Deine Hobbywerkstatt einrichten möchtest, der Raum sollte ein Fenster haben und abschließbar sein.

Fehlt es Dir an den nötigen Räumlichkeiten, musst Du trotzdem nicht aufs selber Schrauben verzichten. Höre Dich in Deinem Viertel um oder schau in Kleinanzeigen, ob nicht jemand in Deiner Nähe passende Räumlichkeiten vermietet. Klappt das nicht, bieten Dir offene Werkstätten und Selbsthilfewerkstätten eine gute Alternative. Hier gibt es speziell eingerichtete Betriebe für Fahrräder, Motorräder und Kraftfahrzeuge. Eine kurze Internet-Recherche zeigt Dir schnell, was in Deiner Nähe machbar ist.

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Schritt 2: Möbel

Hast Du einen passenden Raum gefunden, geht es an die Einrichtung. Werkbank, Regale, Schränke und eine Werkzeugwand gehören zur Grundausstattung, denn Struktur und Ordnung sind das A und O in jeder guten Werkstatt.

Werkbank

Das wichtigste Element, die Werkbank, bietet Dir eine erhöhte und stabile Arbeitsfläche. Da sie Dein zentraler Arbeitsort wird, sollte sie ausreichend Platz für alle geplanten Arbeiten bieten. Das beinhaltet auch Montagemöglichkeiten für Schraubstock oder andere größere Gerätschaften, die Du für Dein Hobby brauchst.

Werkzeugwand

Um Dein Werkzeug immer griffbereit zu haben, hängst Du am besten eine Werkzeugwand über die Werkbank. Diese musst Du nicht mal kaufen, sondern kannst sie einfach selbst aus einer Holz- oder MDF-Platte bauen. Auch wenn Dein Werkzeug nun künftig an der Wand hängt, wird Dein Werkzeugkoffer nicht verstauben. Falls Du etwas im Haus oder unterwegs reparieren musst, ist er die perfekte Tragehilfe und wird zu Deiner mobilen Werkstatt.

Schränke und Regale

Zusätzlichen Stauraum für Kleinteile, Verbrauchsmaterial, Farben, Verpackungen und kleinere Maschinen bekommst Du durch Schränke und Regale. Wenn Du riskante Stoffe, wie zum Beispiel brennbare Kleber oder Lacke und Nitroverdünner aufbewahren möchtest, achte darauf, sie in einem verschließbaren Metallschrank zu verstauen. Für Kleinteile sind Schubladen oder entsprechende Regaleinsätze gut geeignet. So sind sie aus dem Weg und trotzdem immer schnell zur Hand.

Schritt 3: Beleuchtung

Um gut werkeln zu können, solltest Du Dich nicht im dunklen Keller verkriechen, sondern für vernünftige Beleuchtung sorgen. Vor allem bei langwierigen oder detailreichen Herausforderungen ist die Lichtquelle besonders wichtig, um bequem und genau arbeiten zu können (und um Dir Nerven bei Friemelarbeiten zu sparen 😉 ). Deswegen sollte über Deiner Arbeitsfläche eine starke Lampe hängen, die Dich aber nicht blendet. Um zusätzlich ein Werkstück von allen Seiten beleuchten zu können, ist eine bewegliche und frei positionierbare Halogenleuchte im Raum ziemlich praktisch. Leistungsstarke Deckenleuchten mit Schutzkorb geben Deinem Werkraum den letzten Touch und eine ordentliche Lichtstreuung über die gesamte Fläche.

Schritt 4: Belüftung

Ein Fenster in Deiner Hobbywerkstatt ist ein Must-have. Besonders bei Lackierarbeiten entstehen giftige Dämpfe, die schnell aus Deiner Werkstatt abziehen sollten. Wenn Du viel mit Lack und anderen chemischen Stoffen arbeitest, kann es sinnvoll sein über eine zusätzliche Lüftungsanlage nachzudenken. Deine Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen. Arbeitest Du viel mit Holz und Hobel-, Säge- und Schleifmaschinen, raten wir Dir, ebenfalls Sonderventilatoren zu installieren. Das kann zum Beispiel eine Spanabsauganlage sein.

Schritt 5: Strom- und Wasserversorgung

Hat Dein Wunschraum genügend Steckdosen und sind alle gut erreichbar? Wenn nicht, kannst Du ganz einfach mit Steckdosenleisten für weitere Stromanschlüsse sorgen. Achte dabei unbedingt auf einen ausreichenden Überspannungsschutz und schalte die Leisten nicht hintereinander. Ansonsten besteht die Gefahr eines Kabel- oder Schwelbrands. Um Kabelsalat zu verhindern und mögliche Stolperfallen zu entfernen, befestige lose Kabel am besten an der Wand oder an einer anderen glatten Fläche. Installiere einen Stromschutzschalter (FI-Schutzschalter/RCD), um den Stromkreis in Deiner Werkstatt nochmal extra abzusichern. Ein direkter Zugang zu Wasser macht viele Aufgaben wie das Flicken eines Fahrradschlauchs, Pinsel reinigen oder simples Händewaschen einfacher. Ein Wasseranschluss im Raum ist aber natürlich keine Grundvoraussetzung, sondern mehr ein nice to have.

Schritt 6: Werkzeugausstattung

Wenn Deine Hobbywerkstatt eingerichtet ist, widmen wir uns jetzt der Werkzeugausstattung. Denn was nützt Dir Deine eigene Heimwerkstatt ohne das passende Werkzeug. Du hast als ambitionierter Hobbyschrauber sicherlich selbst Deine Favoriten und eine individuelle Liste an Basiswerkzeug. Falls nicht, verraten wir Dir in unserem Artikel „10 Werkzeuge, die in Deinen Haushalt gehören„, welche Grundausstattung Du auf jeden Fall haben solltest.

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Schritt 7: Sicherheitsausrüstung

Fertig? Fast! Schrauben macht nur Spaß, wenn auch Deine eigene Sicherheit und Gesundheit geschützt wird. Das wird oft unterschätzt. Vor allem in den Bereichen, die weniger offensichtlich sind wie beispielsweise das Arbeiten mit Schadstoffen. Deswegen sollte dieses Equipment in Deiner Hobbywerkstatt nicht fehlen:

  • Arbeitshandschuhe
  • Schutzbrille
  • Atemmaske
  • Sicherheitsschuhe

Wie Du Dich beim Heimwerken schützt, haben wir in einem anderen Artikel ausführlicher erklärt. Für Notfallsituationen sollte außerdem ein Feuerlöscher und ein Erste-Hilfe-Kasten in Deiner Werkstatt sein.

Schritt 8: Lärmschutz

Wenn Du in einer Mietwohnung ohne Garten wohnst, musst Du nicht auf Deine eigene Hobbywerkstatt verzichten. Solange Du auf einige Vorkehrungen achtest und Dich an die rechtlichen Vorschriften zum Lärmschutz hältst, steht Deiner eigenen Werkstatt nichts im Wege. Im Fachhandel findest Du viele Dämmmaterialien, die für einen guten bis sehr guten Lärmschutz sorgen. Du kannst sie leicht in Deiner Wohnung anbringen und auch bei einem Umzug einfach und ohne Rückstände wieder demontieren. Wenn Du Dich zusätzlich noch an die gängigen Ruhezeiten hältst, setzt Du den Nachbarschaftsfrieden nicht aufs Spiel und kannst Deiner Leidenschaft nachgehen. Auf die Schrauben, fertig, los!

Möchtest Du Dir Deine eigene Werkstatt in einer Eigentums- oder in einer Mietwohnung einrichten? Wie viel Platz steht Dir zur Verfügung? Und hast Du noch andere Tipps?

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