Haushalt

Heizung geht nicht: 5 Arbeiten, die Du am Heizkörper selbst erledigen kannst

Heizung geht nicht: 5 Arbeiten, die Du am Heizkörper selbst erledigen kannst

Deine Heizung geht nicht, aber der Winter steht vor der Tür? Damit Du es Dir im warmen Wohnzimmer gemütlich machen kannst, zeigen wir Dir 5 Arbeiten am Heizkörper, die Du selbst in Angriff nehmen kannst.

Wenn die Tage kürzer werden und das erste Weihnachtsgebäck im Supermarkt steht, wird es langsam Zeit, die Heizung hochzuschrauben. Deine Heizung geht nicht mehr? Diese Tipps können Dir helfen, wenn Dein Heizkörper Startschwierigkeiten hat und nicht richtig warm wird oder Dir ganz die kalte Schulter zeigt. Außerdem zeigen wir Dir, wie Du Schäden am Heizkörper vorbeugen kannst und lästigem Rost den Garaus machst.

Heizung geht nicht – Das kannst Du tun

Stift des Thermostatventils lockern

Du brauchst: je nach Heizungsmodell Schraubendreher oder Wasserpumpenzange, Zange

Wenn Dein Heizkörper nicht warm wird, kann es sein, dass der Stift des Thermostatventils festsitzt. Um das zu überprüfen, musst Du das Thermostat abschrauben und den Stift mit einer Zange vorsichtig lockern: Dazu drehst Du das Thermostat als erstes auf die höchste Stufe und löst es danach (je nach Modell) vorsichtig mit einem Schraubendreher oder einer Wasserpumpenzange von der sogenannten Schelle. Im Anschluss kannst Du das Thermostat samt Schelle mit leichten Bewegungen nach links und rechts abziehen.

Jetzt müsstest Du einen kleinen Stift aus der Befestigung herausragen sehen; das ist der Stift des Thermostatventils. Nimm Dir nun eine Zange zur Hand und bewege den Stift damit vorsichtig rein und raus. Das machst Du solange, bis der Stift sich leichtgängig bewegen lässt. Zum Schluss schraubst Du das Thermostat samt Schelle wieder fest. Wenn der Heizkörper trotzdem kalt bleiben sollte, liegt das wahrscheinlich an einem defekten Thermostatventil. In diesem Fall hilft nur ein Austausch.

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Thermostatventil austauschen

Du brauchst: je nach Heizungsmodell Schraubendreher oder Wasserpumpenzange, neues (und passendes) Thermostatventil

Wenn der Heizkörper nicht warm wird und Du den Stift des Thermostats bereits gelockert hast, kann das Problem ein defektes Thermostatventil sein. Aber auch, falls Du Dein Zuhause in ein Smart Home verwandeln möchtest, steht ein Thermostataustausch an.

Die Bauweise von Thermostaten ist weitgehend standardisiert, allerdings musst Du vor allem bei älteren Heizungsmodellen aufpassen. Nimm das alte Teil beim Kauf am besten mit und lasse Dich bei Bedarf von einem Fachmann beraten. Wenn Du erst mal das passende Thermostat für Deinen Heizkörper hast, ist der Wechsel nicht besonders schwer:

Im ersten Schritt drehst Du das alte Thermostat am Heizkörper auf die höchste Stufe. Danach löst Du es vorsichtig, indem Du die sogenannte Schelle abmontierst, an der das Thermostat befestigt ist. Je nach Heizungsmodell brauchst Du dafür entweder einen Schraubendreher oder eine Wasserpumpenzange. Im Anschluss kannst Du das alte Thermostat samt Schelle mit leichten Bewegungen nach links und rechts abziehen. Dann nimmst Du das neue Ventil und drehst es auf die höchste Stufe. Jetzt kannst Du die Schelle auf den Thermostatkopf schieben und das neue Thermostat (mit der Zahl nach oben gerichtet, die die höchste Stufe markiert) mit leichten kreisenden Bewegungen auf den Stift drücken. Danach schraubst Du wieder alles mit einem Schraubendreher oder einer Wasserpumpenzange fest. Falls Deine Heizung immer noch nicht in Gang kommt, kannst Du noch den Heizkörper entlüften, bevor Du einen Fachmann um Rat fragen solltest.

Heizung entlüften

Du brauchst: Entlüftungsschlüssel, alternativ Kombizange, Schraubendreher oder Maulschlüssel, kleines Schälchen

Falls Dein Heizkörper seltsame Geräusche von sich gibt und anfängt zu gluckern oder nicht richtig heiß wird, kann überschüssige Luft im Heizkörper das Problem sein. Durch die Luft kann sich das Wasser nämlich nicht gleichmäßig in der Heizung verteilen. Um dem Abhilfe zu verschaffen, gibt es an jedem Heizkörper ein kleines Ventil, das sogenannte Lüftungsventil, mit dem Du Deine Heizung entlüften kannst. Es liegt an der gegenüberliegenden Seite des Thermostats, an der oberen Hälfte des Heizkörpers.

Um das Ventil zu öffnen, solltest Du Dir einen Entlüftungsschlüssel oder alternativ eine Kombizange, einen Schraubendreher oder einen Maulschlüssel zur Hand nehmen. Wie genau Du beim Entlüften vorgehst, haben wir Dir hier Schritt für Schritt erklärt. Grundsätzlich solltest Du das Ventil so lange offen lassen, bis keine Luft mehr entweicht und kein Wasser heraus läuft. Danach schraubst Du das Ventil zu und kontrollierst am besten den Wasserdruck. Falls er zu niedrig ist, musst Du etwas Wasser (direkt im Heizkörper) nachfüllen. Falls Deine Heizung jetzt immer noch nicht warm wird, ist es Zeit für den Fachmann.

Schäden vorbeugen und gemütlich wohnen

Rost entfernen

Du brauchst: Schleifpapier, Lack, Pinsel

Wenn Dein Heizkörper in die Jahre kommt, kann es sein, dass sich darauf Rost bildet. Du kannst diesen aber einfach entfernen und Deine Heizung wieder in Schuss bringen. Du brauchst dazu nur etwas Schleifpapier und Lackfarbe: Entferne den Rost als erstes gründlich mit dem Schleifpapier und bepinsel die Stelle danach mit dem Lack. Es ist sinnvoll, dass Du das Ganze im unbeheizten Zustand tust, um gut arbeiten zu können.

Tipp: Grundsätzlich ist es wichtig, rostige Stellen am Heizkörper zeitnah zu entfernen. Nicht nur aus optischen Gründen, sondern besonders, weil Dir der Rost Löcher in den Heizkörper „frisst.“ Falls Stellen nah am Ventil oder den Heizkörperanschlüssen rosten, solltest Du nach undichten Stellen suchen und die Teile gegebenenfalls austauschen (lassen).

Heizkörper streichen

Du brauchst: Lack, Pinsel, Farbrolle, Schleifpapier, Drahtbürste

Die Farbe von Deinem Heizkörper ist nicht mehr das Wahre? Wenn Du Farbrolle und Pinsel in die Hand nimmst, kannst Du ihn in neuem Glanz erstrahlen lassen. Aber bevor Du mit dem Streichen loslegst, solltest Du einige Vorbereitungen in Angriff nehmen. Einfach drüber streichen bringt nichts und sorgt am Ende für böse Überraschungen. Bevor die Farbe zum Einsatz kommt, solltest Du:

  • Rost mit Schleifpapier entfernen
  • abblätternde Farbe mit einer Drahtbürste entfernen
  • gesamte Oberfläche mit Schleifpapier anschleifen und anrauen
  • Ventile, Anschlüsse und Thermostat abkleben
  • Boden mit Abdeckfolie oder Zeitung auslegen

Geschafft? Gut, dann geht’s weiter! Beginne damit, die Stellen an den Anschlüssen und den schlecht erreichbaren Bereichen der Halterungen mit einem Pinsel zu streichen. Je nach Heizungsmodell kannst Du danach mit einer Farbrolle weitermachen, oder musst beim Pinsel bleiben. Streiche grundsätzlich immer von oben nach unten und arbeite dich gleichmäßig von einer Seite zur anderen vor. Damit der Heizkörper trotz Lackierung seine volle Leistung bringt, trage die Farbschicht so dünn wie möglich auf. Behalte dabei im Hinterkopf, dass die Wärmeleitfähigkeit umso stärker beeinträchtigt wird, desto dicker die Lackschicht ist.

Heizung geht nicht? – Gibt’s nicht!

Haben Dir die Tipps geholfen? Welche Arbeiten nimmst Du an Deinem Heizkörper selbst in die Hand und wann rufst Du den Profi zur Hilfe? Schreib uns gern einen Kommentar dazu.

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