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Werkbank selber bauen: So klappt’s in nur 5 Schritten

Werkbank selber bauen: So klappt's in nur 5 Schritten

Die Werkbank ist das Herzstück Deiner Hobbywerkstatt. Es muss aber nicht unbedingt eine gekaufte sein. In diesem DIY zeigen wir Dir, wie Du in nur fünf einfachen Schritten eine Werkbank selber bauen kannst.

Du möchtest Dein Heimwerker-Dasein auf die nächste Stufe bringen oder bist genervt von den handelsüblichen Werkbänken, die einfach nicht so gut in Deine Werkstatt passen? Dann bau‘ Dir eine Werkbank doch einfach selber! Das coole daran ist, dass Du alles individuell gestalten kannst und die Werkbank am Ende perfekt in Deine Hobbywerkstatt passt. Auch die Werkbankhöhe kannst Du so ganz nach Deinen persönlichen Anforderungen festlegen. Zudem spart Dir eine selbst gebaute Werkbank einiges an Geld. In diesem DIY zeigen wir Dir, wie Du eine einfache Arbeitsbank selbst zusammenschraubst. Je nach Belieben finden Zusatzelemente wie Regale oder Schränke aber auch noch Platz in unserer Bauanleitung zum Werkbank selber bauen.

Du brauchst: 4 Holzbeine, 4 Streben, 2 Oberträger, 1 Arbeitsplatte, Kreissäge, Hammer, Bohrmaschine, Schraubenschlüssel, Wasserwaage, 8 Bolzen, 8 Unterlegscheiben, 8 Muttern, 8 Schlossschrauben

Ansicht von der fertigen Werkbank von der langen und der kurzen Seite, nachdem alle Schritte aus der Bauanleitung Werkbank selber bauen befolgt wurden
So soll die Werkbank am Ende aussehen

Werkbank selber bauen: Vorbereitungen

Bevor Du loslegst, lasse Dir durch den Kopf gehen, was Deine selbst gebaute Werkbank können soll und wie die Grundvoraussetzungen aussehen:

  • Wie viel Platz hast Du zur Verfügung?
  • Wie viel Platz brauchst Du zum Schrauben?
  • Möchtest Du in der Werkbank Werkzeug oder Maschinen lagern?
  • Brauchst Du Befestigungshilfen an Deiner Werkbank?

Und das Wichtigste: Überlege Dir genau, für welche Arbeiten Du die Werkbank überhaupt benutzen möchtest. Verwendungszweck und Belastung der Bank wirken sich nämlich auf die Größe der Arbeitsfläche und das benötigte Material aus. Es gibt zum Beispiel spezielle Werkbankplatten aus Holz, die besonders stabil und belastbar sind. Für diese musst Du in der Regel aber tiefer in den Geldbeutel greifen. Alternativ eignen sich auch Küchenarbeitsplatten oder massives Holz aus Buche oder Fichte. Das sind stabile Möglichkeiten, mit denen Du Arbeiten in Heimwerker-Qualität auf die Beine stellen kannst.

Bauanleitung zum Werkbank selber bauen

Schritt 1: Ausmessen und Material besorgen

Im ersten Schritt zückst Du einfach das Maßband und misst Länge, Tiefe und Höhe der Nische (oder des Raumes 😉) aus, in der Du Deine Werkbank aufbauen willst. Wenn Du möchtest, kannst Du natürlich auch eine L-förmige Werkbank selber bauen. Danach besorgst Du im Baumarkt das entsprechende Material. Erinnere Dich, dass Du je nach Verwendung und Belastung der Werkbank anderes Material brauchst: Massives Holz aus Buche oder Fichte, aber auch Küchenarbeitsplatten können zum Beispiel in Deinen Einkaufswagen wandern, wenn Du typische Heimwerker- und Bastelarbeiten in Angriff nimmst. Das Ganze ist dann auch günstiger. Bei besonders hohen Belastungen solltest Du lieber zu speziellen Werkbankplatten greifen.

Egal, für welches Holz Du Dich am Ende entscheidest, um eine stabile Werkbank selber bauen zu können, leisten Dir Bolzen treue Dienste. Sie halten generell mehr aus als Schrauben und sollten am besten auf Deiner Materialliste stehen.

Schritt 2: Unterkonstruktion bauen

Um eine stabile Unterkonstruktion zu bauen, brauchst Du neben den vier robusten Standbeinen noch vier Streben. Als erstes sägst Du alle Beine auf die gewünschte Werkbankhöhe zu. Beachte dabei auch die Dicke der Arbeitsplatte, um später ein genaues Ergebnis zu bekommen. Um die Länge der Streben zurechtzuschneiden, hast Du zwei Möglichkeiten. Dabei kommt es ganz darauf an, wie Deine Arbeitsbank aussehen soll: Soll die Werkbank bündig mit dem Rahmen darunter abschließen oder soll der Rahmen etwas über die Werkplatte herausragen? Letzteres kann nützlich sein, um zum Beispiel Zwingen darauf abzulegen. In diesem Fall schneidest Du die Streben auf die gleiche Länge wie die Breite der Standbeine zu. Falls Du die bündig abschließende Variante bevorzugst (wie wir), sollten die Streben so lang sein wie die Werkplatte abzüglich der Breite der Standbeine.

Im Anschluss legst Du zwei Beine parallel zueinander hin und befestigst eine Querstrebe von außen am oberen Ende. Bohre die Löcher für die Bolzen diagonal zueinander, sodass später noch Platz für ein drittes Loch ist (Schritt 3). Dasselbe machst Du für das zweite Beinpaar. Nun drehst Du beide Paare um und montierst die unteren Querstreben von innen daran. Falls Du noch ein Bodenregal anbringen möchtest, mache die Streben in der entsprechenden Höhe fest. Wir empfehlen Dir allerdings, sie nicht höher als das untere Drittel der Beine zu befestigen. Grundsätzlich gilt beim Werkbank selber bauen: Je niedriger die unteren Streben liegen, desto stabiler wird die ganze Konstruktion.

Tipp: Wenn Deine Werkbank besonders lang (oder L-förmig) wird, solltest Du für mehr Stabilität mindestens ein drittes Beinpaar plus Streben drunter packen.

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Schritt 3: Oberkonstruktion bauen

Bevor die Arbeitsplatte auf die Beinpaare kommt, schnappe Dir zwei Trägerleisten. Dadurch machst Du die Konstruktion eine Stufe stabiler und kannst Dich in Deiner Hobbywerkstatt am Ende richtig austoben. Schneide einfach beide Träger auf die Länge der Werkbankplatte zu. Danach kannst Du sie von außen seitlich an die Beinpaare anbringen. Achte beim Befestigen darauf, dass Du das Loch zwischen den beiden schon vorhandenen Bolzen bohrst. Die Träger und die Beine befestigst Du dieses Mal mit vier Schlossschrauben.

Schritt 4: Arbeitsplatte montieren

Nun verschraubst Du die Arbeitsplatte mit dem zuvor entstandenen Gerüst. Dazu eignen sich am besten Schlossschrauben oder Winkel. Falls Deine Arbeitsplatte dick genug sein sollte, kannst Du die sie auch von unten am Rahmen verschrauben. Soll heißen, Du schraubst von unten durch den Rahmen direkt in die Arbeitsplatte. Für diese Methode sollte die Platte aber wirklich besonders dick sein, damit Du tief genug ins Material schrauben kannst und sich die Schrauben mit der Zeit nicht lösen.

Schritt 5: Feinarbeiten angehen

Wenn soweit alles steht, geht’s an die Feinarbeiten: Schleife das Holz überall ab und trage zum Schutz eine Holzlasur auf. Vor allem, wenn Du viel mit Flüssigkeiten arbeitest, ist eine entsprechende Versiegelung im Vorfeld das A und O. Lasse alles mindestens einen Tag lang trockenen. Danach kannst Du Deine neue Werkbank gebürtig einweihen. Viel Spaß! 😉

Das Beste am Werkbank selber bauen: Je nach Belieben kannst Du natürlich noch Elemente wie einen Regalboden, Haken oder Türen anbringen. Alternativ eignet sich der Platz unter der Werkbank aber auch gut für einen rollbaren Werkzeugwagen. In unserem Artikel „Werkzeugwagen selber bauen“ verraten wir Dir mehr.

Was ist Dir bei einer Werkbank wichtig? Schreib uns gern einen Kommentar dazu oder teile Fotos von Deiner selbst gemachten Werkbank auf unserer Facebookseite!

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