Haushalt

Reparaturen im Haushalt einfach und schnell selbst erledigen

Reparaturen im Haushalt einfach und schnell selbst erledigen

Die Waschmaschine streikt mal wieder, der Heizkörper wird nicht richtig warm oder die lästigen Bohrlöcher in der Wand stören die gesamte Optik? Dafür muss nicht immer gleich der Fachmann her oder ein neues Gerät gekauft werden. Kleinere technische Probleme und Schönheitsreparaturen im Haushalt kannst Du leicht selbst in die Hand nehmen.

Egal ob Alt- oder Neubau, Eigentums- oder Mietwohnung – im Haushalt fallen regelmäßig kleinere Reparaturen an. Jedes Mal einen Klempner oder Techniker rufen zu müssen, macht sich schnell in Deinem Geldbeutel bemerkbar. Außerdem möchtest (oder kannst) Du nicht ständig tage- oder wochenlang auf einen Termin warten: Ein fünf Personenhaushalt ohne funktionstüchtige Waschmaschine wäre eine Katastrophe. Bei Minusgraden im gemütlichen Wohnzimmer ohne Heizung sitzen? Nicht mit Dir! Mit unseren Tipps erfährst Du, welche Klein- und Schönheitsreparaturen Du im Haushalt selbst erledigen kannst. Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, wie jedes Problem anzugehen ist und welches Werkzeug Du dafür brauchst.

Fehlerhaftes Abpumpen der Waschmaschine

Du brauchst: Schraubendreher, Schüssel oder Eimer, Putzlappen

Die Waschmaschine pumpt nicht mehr ab, der Waschvorgang wurde unterbrochen und die Tür lässt sich nicht öffnen. Bei diesem Szenario musst Du nicht sofort in Panik verfallen und einen Techniker rufen. Mit unseren drei Lösungsvorschlägen kannst Du das Problem eventuell selbst in den Griff bekommen:

Ist das Gerät mit Strom versorgt?

Leuchten die Lämpchen? Ist das Kabel in der Steckdose und nicht beschädigt? Wenn Du all diese Fragen mit ja beantwortest, überprüfe den Sicherungskasten. Eventuell ist die Sicherung rausgesprungen. Ist auch hier alles in Ordnung, liegt das fehlerhafte Abpumpen möglicherweise an zwei anderen Ursachen, die Du als Heimwerker selbst beheben kannst.

Ist das Flusensieb verstopft?

Wenn sich Fremdkörper wie Münzen, Knöpfe oder Partikel festsetzen, wird der Wasserablauf verstopft. Kontrolliere zunächst das Flusensieb. Es trennt die Trommel von der Ablaufpumpe. Bei den meisten Modellen befindet sich das Sieb auf der Vorderseite im unteren Teil hinter einer Klappe. Bei manchen Modellen ist es an der Seite der Maschine. Öffne die Klappe und den Schraubverschluss mit einem Schraubendreher. Achtung: Wenn die Maschine nicht abpumpt und mitten im Waschvorgang stehen bleibt, befindet sich noch eine Menge Wasser darin. Sobald Du den Schraubverschluss des Flusensiebs öffnest, wird der Wasserinhalt herauslaufen. Halte deshalb eine Schüssel und Putzlappen bereit. Nachdem das Wasser aus der Öffnung gelaufen ist, nimmst Du das Flusensieb heraus und reinigst es unter warmem Wasser. Pumpt die Maschine nach dem Einsetzen des gereinigten Siebs immer noch nicht ab, liegt eine andere Störung vor.

Ist der Ablaufschlauch verstopft?

Wenn die Waschmaschine nicht richtig aufgestellt ist, keine Schwingungsdämpfer hat oder auf Rollen gelagert ist, kann das Gerät während dem Schleudergang wandern. So dass möglicherweise Schläuche abknicken. Erkennst Du Knicke in einem Schlauch, dann versuche sie durch Bewegung zu entfernen. Wenn keine Knicke drin sind, löse den Ablaufschlauch von der Schlauchklemme (Metallring). So kannst Du besser einzuschätzen, ob beim Abpumpen Wasser in den Schlauch kommt, durch eine Verstopfung aber nicht weitergeleitet wird. Halte einen Eimer bereit, um auslaufendes Wasser aufzufangen. Prüfe den Schlauch auf Verstopfungen und lege ihn, falls nötig, am besten für einen Tag in ein Wasserbad mit fettlösendem Reinigungsmittel. Hartnäckige Verschmutzungen kannst Du zur Not mit einem Rohrreinigungsmittel lösen. Danach den Schlauch gründlich mit warmem Wasser ausspülen und wieder an die Waschmaschine anschließen. Pumpt die Waschmaschine weiterhin nicht ab, solltest Du einen Fachmann ranlassen.

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Klemmende Fenster und Türen

Du brauchst: Schraubendreher, gegebenenfalls neue Scharniere oder Schrauben

Manchmal kommt es durch einen Wetterumschwung oder durch locker sitzende Schrauben und Scharniere dazu, das Fenster oder Türen klemmen. In beiden Fällen helfen Dir meistens dieselben Vorgehensweisen.

Schaue zunächst, ob es an der Unter- oder der Oberseite klemmt. Im zweiten Schritt hängst Du die Tür (oder das Fenster) aus, um die Scharniere mit einem Schraubendreher justieren zu können. Das sogenannte Tür- oder Fenster-Blatt muss oben parallel zur Decke und unten waagerecht zum Boden sein. Achte darauf, die Scharniere und Schrauben jeweils gleich fest anzuziehen. Wenn sich die Scharniere nicht richtig festziehen lassen, weil zum Beispiel die Schraubbohrungen zu groß sind, ersetze die Schrauben durch dickere oder längere mit gleicher Kopfgröße. Falls die Scharniere stark abgenutzt sind, tausche sie am besten durch neue aus. Schwergängige oder quietschende Türen und Fenster lassen sich bekämpfen, indem Du einfach mit einem Wattestäbchen Öl oder Graphitpaste auf die Scharniere tupfst.

Dübel- und Bohrlöcher in der Wand beseitigen

Du brauchst: fertige Spachtelmasse aus dem Baumarkt, Spachtel, Schraubenzieher, Beiß- oder Kombizange

Hast Du dem alten Wandschrank endlich „Lebewohl“ gesagt, oder die Wohnung umgestaltet und nun stören Dich die lästigen Bohrlöcher in der Wand? Das Füllen und Verschließen von Löchern ist einfach und kann auch von Unerfahrenen schnell gemacht werden. Bevor Du beginnst, schaue, ob noch Schrauben, Nägel oder Dübel in der Wand sind. Mit dem Schraubenzieher entfernst Du die Schrauben, Nägel kannst Du mit der Beißzange herauszuziehen. Die Kombizange hilft Dir, wenn Du Dübel entfernen willst. Falls Du einen hartnäckigen Dübel vor Dir haben solltest, kannst Du in diesem Artikel nachlesen, was in solchen Fällen am besten zu tun ist.

Hast Du alle Gegenstände entfernt, überprüfe nochmal, dass keine Mauerreste oder Staub in den Löchern sind. Befeuchte danach das Loch mit einem Pinsel oder einer Sprühflasche mit etwas Wasser. Nun setzt Du die Tube mit der fertigen Spachtelmasse an das Loch und füllst es bis zum Anschlag. Die überstehende Paste verstreichst Du mit dem Spachtel oder nimmst sie damit von der Wand ab. Wand und Loch sollten am Ende eine ebene Fläche bilden. Allgemein füllst Du trockene Wände mit Spachtelmasse oder Gips auf. Für Löcher in Fliesen, wie beispielsweise im Badezimmer oder in der Küche, nimm lieber wasserdichtes Silikon.

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Defekter Heizkörper

Du brauchst: Entlüftungsschlüssel, alternativ Schraubenzieher, Maulschlüssel oder Kombizange, Rohrzange, Schüssel oder Becher, Lappen

Du drehst den Heizkörper auf, aber er wird einfach nicht warm? Wenn auch die anderen Heizkörper in Deiner Wohnung kalt bleiben, liegt das Problem außerhalb Deiner Wohnung. Ist jedoch nur ein spezieller Heizkörper betroffen, kann dies zwei Gründe haben: Entweder der Heizkörper hat zu viel Luft in sich oder das Ventil klemmt oder ist defekt.

Heizkörper entlüften

Jeder Heizkörper hat ein sogenanntes Lüftungsventil. Es befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Thermostats, an der oberen Hälfte des Heizkörpers. Bevor Du Dich ans Werk machst, schalte zuerst die Umwälzpumpe aus bzw. schließe den Heizkreislauf Deiner Wohnung und warte eine Stunde. In dieser Zeit „beruhigt“ sich das Heizsystem und die Luft sammelt sich in den Heizkörpern.

Entlüftungsschlüssel, Bildquelle: thefly / Pixabay

Vor dem eigentlichen Entlüften drehst Du das Thermostat komplett auf und legst den Lappen unter oder wickelst ihn direkt um das Ventil. Halte nun die Schüssel oder den Becher direkt an den Heizkörper und öffne das Entlüftungsventil vorsichtig mit einem speziellen Entlüftungsschlüssel. Drehe es dazu eine viertel bis halbe Drehung gegen den Uhrzeigersinn. Alternativ kannst Du auch einen Schraubendreher, einen Maulschlüssel oder eine Kombizange nehmen. Wenn die Ursache zu viel Luft im Heizkörper war, hörst Du nun, wie diese entweicht. VORSICHT: Die austretende Luft kann heiß sein! Sobald das Zischen nachlässt und Wasser austritt, warst Du erfolgreich. Verschließe nun das Ventil vorsichtig im Uhrzeigersinn.

Im letzten Schritt schaltest Du die Umwälzpumpe bzw. Deinen Heizkreislauf wieder an und überprüfst am Manometer der Heizungsanlage den Wasserdruck. Ist dieser unter den Idealbereich (farblich markiert) gesunken, solltest Du von einem Fachmann Wasser nachfüllen lassen.

Defektes Heizungsventil

Um herauszufinden, ob das Heizungsventil klemmt und Probleme beim Aufheizen macht, nimm zunächst den Thermostatkopf ab. Dreh dazu die Heizung voll auf und drehe die Rändelmutter, den Ring zwischen dem Thermostatkopf und dem Heizkörper selbst, mit einer Rohrzange gegen den Uhrzeigersinn auf. Jetzt kannst Du den Kopf leicht abziehen. Du siehst das Heizungsventil und in der Mitte einen kleinen Stift, den sogenannten Ventilstößel. Versuche ihn vorsichtig zu ziehen oder zu drehen, damit er wirklich nicht festklemmt. Wenn sich der Stift rein und raus bewegen lässt, setze den Thermostatkopf wieder auf und ziehe die Rändelmutter mit der Rohrzange im Uhrzeigersinn fest. Bleibt der Heizkörper weiterhin kalt, ist er defekt und Du solltest einen Fachmann zu Hilfe rufen.

Kennst Du noch weitere Reparaturen, die ein Heimwerker-Muffel schnell und einfach selbst erledigen kann? Oder fallen Dir kleine Reparaturen ein, mit denen Du schon mal Probleme hattest?

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