Fahrrad

So machst Du Dein Fahrrad fit für den Winter

Bildquelle: Pixabay

Morgens wird es erst spät hell und abends früh wieder dunkel – der deutsche Winter ist meistens trüb und matschig. Wenn Du trotz Dunkelheit und Kälte nicht auf Dein Fahrrad verzichten möchtest, zeigen wir Dir, wie Du Dich und Dein Rad sicher durch die triste Jahreszeit bringst.

Es ist schon kurz nach sieben Uhr. Du springst in Deine Stiefel, wirfst Dir den dicken Wintermantel über und sprintest mal wieder zur Bahnhaltestelle oder zum vereisten Auto, weil Du zu spät dran bist. „Im Sommer war alles so einfach“, denkst Du hektisch und träumst von Deinem unkomplizierten Fahrrad? Mit unseren 6 Tipps machst Du Deinen Drahtesel wintertauglich und zeigst Schnee, Regen und Wind die kalte Schulter.

Reifen

Vor allem im Herbst und Winter solltest Du darauf achten, dass Deine Fahrradreifen genug Profiltiefe haben. Dadurch minderst Du die Rutschgefahr auf nassen oder glatten Straßen. Für mehr Auflagefläche auf schneebedeckten Straßen kannst Du Deinen Reifendruck auf den sogenannten Minimaldruck senken. Durch die geringere Luftmenge im Reifen haftet er besser am Boden und rollt trotzdem einwandfrei. Damit Du auch auf nassem Schnee und Streusplitt unfallfrei radelst, empfehlen wir Dir Winterreifen für Dein Fahrrad. Ihr Profil ist besonders tief, außerdem sind sie breiter und griffiger als Sommerreifen. Und wenn Du selbst bei Glatt- und Blitzeis nicht auf Dein Rad verzichten möchtest, brauchst Du zusätzlich sogenannte Spikes. Durch den höheren Rollwiderstand fährst Du damit auf trockenem Asphalt zwar etwas mühsamer, bei Schnee und Eis schützen Dich die kleinen Metallspitzen um den Reifenmantel​​​​​​​ aber vor dem Wegrutschen.

Sattel

Ein beschichteter Überzug für Deinen Sattel schützt ihn vor Nässe, Kälte und Rissen im Material. Damit Du auch auf kühlen Leder- oder Kunststoffsatteln einen angenehmen und warmen Sitz hast, kannst Du Dir einen Überzug aus Kunstfell kaufen. Verwende in der kalten Jahreszeit möglichst keinen Gelsattel, weil das Gel bei Minustemperaturen steinhart und unbequem wird. Für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr stellst Du Deinen Sattel etwas niedriger als normalerweise. So kannst Du Dich leichter mit beiden Beinen abstützen, falls Du unerwartet bremsen oder anhalten musst.

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Licht und Reflektoren

Da die Tage im Winter immer kürzer werden, ist eine gute Beleuchtung für Deine Sicherheit das A und O. Wenn Dein Fahrrad einen Seitenläufer-Dynamo hat, solltest Du ihn gegen einen Nabendynamo austauschen. Nabendynamos eignen sich bei schwierigen Witterungsbedingungen besser als Seitenläufer, weil sie bei nassen und kalten Reifen nicht so leicht durchrutschen und dadurch bei jeder Wetterlage ihren Dienst tun. Außerdem solltest Du im Winter zusätzlich zum Dynamo auch LED-Standlichter an Dein Fahrrad anbringen, denn durch Rück- und Frontlichter mit Standlicht nehmen Dich Autofahrer im Dunkeln auch im Stehen wahr. Also zum Beispiel dann, wenn Du nachts an einer roten Ampel anhältst. Zusätzlich sollte Dein Fahrrad zwei Speichenreflektoren pro Reifen haben. Entferne Schmutz von den Strahlern am besten immer sofort und reinige auch regelmäßig die Reflektoren an Deinen Pedalen.

Bremsen

Einwandfreie und funktionstüchtige Bremsen sind natürlich das ganze Jahr über wichtig. Aber vor allem in der kalten Jahreshälfte solltest Du die Bremsanlage regelmäßig kontrollieren. Schau nach, ob die Bremsbeläge genug Profiltiefe haben und beim Bremsen komplett an der Felge anliegen. Nur so entfalten sie ihre volle Kraft, wenn Du das nächste Mal in die Eisen steigen musst. Auch Deine Bremszüge dürfen keine Mängel – wie beispielsweise Bruchstellen – aufweisen, und müssen über den Bremsgriff leicht zu bedienen sein.

Kette und Schaltung

Der Winter schlägt nicht nur manchen Menschen auf das Gemüt. Kälte und Streusalz setzen auch Deinem Fahrrad hart zu. Damit Deine Fahrradkette und Schaltung trotz schlechten Witterungsbedingungen einwandfrei laufen, öle sie regelmäßig ein. Nimm dazu am besten ein speziell schmutzabweisendes Kettenöl.

Bekleidung und Helm

Jetzt ist Dein Fahrrad gut für den Winter ausgerüstet, aber auch Du selbst solltest vorbereitet sein. Die richtige Kleidung zum Radeln ist (nicht nur) im Winter funktional und wetterfest. Am besten eignen sich zum Beispiel Wind- und Regenjacken in hellen Farben mit zusätzlichen Reflektoren. Wenn möglich sollten auch an Deinem Helm reflektierende Elemente sein. Beim Kauf von Fahrradhandschuhen achte darauf, dass sie weder zu dünn und noch zu dick sind, damit Du weiterhin ein feines Gefühl für die Bremse hast.

Hast Du weitere Tipps und Tricks, wie Du und Dein Rad sicher durch den Winter kommen? Verrate es uns doch in den Kommentaren.

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